
Bryopsis
Briopsis (Bryopsis)
Wissenschaftlicher Name: Bryopsis pennata, Bryopsis plumosa Taxonomische Einordnung: Siphonale Chlorophyta (ohne Zellwände) Wasser: Ausschließlich Meerwasser Farbe: Leuchtendes Grün, Smaragdgrün Textur: Federartig, wie eine kleine Vogelfeder oder ein Seefarn
Aussehen: Ästhetisch sehr anmutende Alge mit einer verzweigten, federartigen Struktur, die an eine Feder oder eine Landpflanze erinnert. Sie kann mit einer Zierwasserpflanze verwechselt werden. Sie wächst auf lebendem Gestein und bildet kleine Kolonien, die sich mit der Zeit ausbreiten. Beim Berühren fühlt sie sich weich und schleimig an.
Ist sie gefährlich?: Eine der problematischsten Algenarten im Meer. Sie ist extrem resistent gegen alle herkömmlichen Bekämpfungsmethoden. Sie enthält allelopathische Verbindungen, die das Wachstum von Korallen hemmen. Hat sie sich erst einmal angesiedelt, lässt sie sich nur sehr schwer beseitigen.
Zugehörige Parameter:
- Erhöhter Magnesiumgehalt (Mg): Paradoxerweise gibt es einen nachgewiesenen Zusammenhang: Ein sehr hoher Mg-Gehalt (> 1.500 ppm) kann das Wachstum hemmen.
- Nährstoffe: Erhöhte NO₃- und PO₄-Werte fördern ihr Wachstum
- Resistente Algen: Durch ihre siphonartige Struktur (ohne Trennwände) sind sie resistent gegen Herbizide und Peroxid
Hauptursachen:
- Einsetzen von lebenden Steinen oder Korallen, die nicht unter Quarantäne standen
- Anhaltend erhöhte Nährstoffwerte
- Geringer Fraßdruck
So entfernen Sie sie:
- Anleitung: Entwurzelung – Problem: Die Fragmente sind vollständige Zellen und treiben wieder aus. Sie müssen bis zur letzten Zelle entfernt werden, sonst kommt es zu einem erneuten Austrieb.
- Biologisch:
- Foxface (Siganus vulpinus, S. unimaculatus) – die besten Fresser von Bryopsis
- Tang/Chirurgfisch (Zebrasoma spp.) – wenn sie Hunger haben, können sie ihn fressen
- Einsiedlerkrebse – sie fressen in großen Mengen
- Nacktschnecken der Gattung Elysia – Spezialisten, aber schwer zu halten
- Methode zur Erhöhung des Magnesiumgehalts: Den Mg-Wert über einen Zeitraum von 2–4 Wochen auf 1.400–1.600 ppm anheben. Ca und KH überwachen. Die Korallen vertragen diesen Wert vorübergehend. Umstritten, wird jedoch von vielen Aquarianern als wirksam beschrieben.
- Fluconazol: Ein Antimykotikum, das auch gegen Siphon-Algen wirkt. Dosierung: 10–20 mg/100 l im Sumpfwasser. Zuvor einen umfangreichen Wasserwechsel durchführen. Die Wirkung tritt erst nach einiger Zeit ein (2–4 Wochen). Nicht bei Seegurken und einigen Stachelhäutern anwenden. Umstritten.
- Wasserstoffperoxid: Direkt auf die Algen außerhalb des Wassers auftragen (auf abnehmbaren Dekorationselementen) oder mit einer Mikropipette im Aquarium (bei Korallen sehr riskant).
- Vorbeugende Quarantäne: Die beste Strategie – alle neuen Korallen und Steine 4–6 Wochen lang in einem separaten Becken unter Quarantäne stellen.
Vorbeugung: Strenge Quarantäne für sämtliches neues Material, nährstoffarme Ernährung, aktive Pflanzenfresser.