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Algen

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Der ultimative Leitfaden zum Thema Algen: Bestimmung, Ursachen, Gefährlichkeit und Beseitigung aller Algenarten, die in Süß- und Meerwasseraquarien auftreten können.


Was ist eine Alge?

Algen sind photosynthetische Organismen, die nicht zum Pflanzenreich gehören. Es gibt verschiedene taxonomische Gruppen, die wir gemeinhin als „Algen“ bezeichnen:

GruppeBeispiele für AquarienMerkmale
Chlorophyten (Grünalgen)GHA, GSA, GDA, CladophoraChlorophyll a+b; grüne Färbung
Bazillophyten (Diatomeen)Braune KieselalgenQuarzsteinwand; Farbe: braun/goldfarben
Rotalgen (Rotalgen)BBA, StaghornFicoerythrin; resistent
CyanobakterienOszillatorenPhotosynthetische Prokaryoten; Geruch
DinoflagellatenMeeresfischeMixotrop; potenzielle Toxine
Feofiten (Braunalgen)Caulerpa (grün), BryopsisFucoxanthin; nur in Meeresorganismen

Wichtig: Cyanobakterien sind streng genommen keine Algen, sondern photosynthetische Bakterien. Da sie sich jedoch ähnlich verhalten und ähnlich behandelt werden, werden sie in diesem Leitfaden berücksichtigt.


Warum entstehen Algen?

Algen sind Opportunisten: Sie besiedeln jede Umgebung, in der sie die benötigten Ressourcen finden. In einem Aquarium sind stets Algensporen und -zellen vorhanden; ein Problem entsteht erst, wenn die Bedingungen ihre Vermehrung begünstigen.

Faktoren, die das Algenwachstum begünstigen

FaktorProblematische SituationWirkung
Zu viel LichtMehr als 8–10 Stunden pro Tag oder zu hohe IntensitätEnergie für beschleunigtes Wachstum
Unzureichende BeleuchtungFalsches Spektrum oder falsche PAR-Werte für die PflanzenPflanzen konkurrieren nicht, Algen hingegen schon
Zu hoher Nitratgehalt (NO₃)> 20 ppm in bepflanzten Aquarien, > 5 ppm in MeerwasseraquarienAlgendünger
Phosphatüberschuss (PO₄)> 0,1 ppm in Süßwasser, > 0,05 ppm in MeerwasserPrimärdünger aus Algen
CO₂-DefizitOhne CO₂-Zufuhr oder mit unregelmäßiger CO₂-Zufuhr angebautDie Pflanzen wachsen nicht, die Algen breiten sich aus
Ammonium (NH₄⁺/NH₃)Jeder nachweisbare WertDie Algen nehmen es direkt auf
NährstoffungleichgewichtUnausgewogenes Verhältnis von N, P, K und FeAlgen nutzen den Überschuss
Neues AquariumUnvollständiger Kreislauf, keine BakterienOhne Wettbewerb keine Stabilität
AufladungNicht verzehrte SpeisenErhöht NH₃, NO₃ und PO₄
ÜberbevölkerungViele Fische für das VolumenÜbermäßige organische Belastung
Unzureichende FilterungDie biologische Belastung wird nicht verarbeitetAnreicherung von Nährstoffen
Unzureichende WasserwechselNitrate und Phosphate reichern sich anChronisch erhöhter Wert

Das Algen-Dreieck

LUZNUTRIENTES(N, P, K, Fe, Mn, etc.)CO₂EQUILIBRIOCualquier desequilibrio genera algas

Pflanzen und Algen konkurrieren um dieselben drei Ressourcen. Wenn an einem beliebigen Knotenpunkt ein Ungleichgewicht herrscht, gewinnen die Algen:

  • Starkes Licht + wenige Nährstoffe + wenig CO₂ → die Pflanzen können das Licht nicht verwerten → Algen
  • Wenig Licht + viele Nährstoffe → die Pflanzen wachsen nicht → Algen
  • Schwankender CO₂-Gehalt → Schwankender pH-Wert → Gestresste Pflanzen → Algen
  • Ausgewogene Nährstoffe + stabiler CO₂-Gehalt + ausreichendes Licht → kräftige Pflanzen → keine problematischen Algen


Umfassende Strategie zur Algenbekämpfung

Für Süßwasser (Pflanzenaquarium)

  1. Stabiler CO₂-Gehalt: Timer so einstellen, dass die Zufuhr 1–2 Stunden vor dem Einschalten des Lichts beginnt. Hochwertiger Diffusor. Zielwert: 20–30 ppm. Nicht abrupt ein- oder ausschalten.
  2. Licht-Pflanzen-Verhältnis: Die Pflanzendichte erhöhen. Schnellwachsende Pflanzen (Hornkraut, Egeria, Rotala) als Konkurrenten einsetzen.
  3. Gesteuerte Photoperiode: 6–8 Stunden. Eine Lichtpause (2 Stunden mittags ausgeschaltet) einlegen, um die effektive Dauer zu verkürzen, ohne an Intensität einzubüßen.
  4. Ausgewogene Düngung: EI (Estimative Index) oder PPS-Pro gewährleisten, dass weder ein Mangel noch ein Überschuss an Nährstoffen auftritt.
  5. Wasserwechsel: wöchentlich 30–50 %, um die angesammelten Nährstoffe zu entfernen.
  6. Filterreinigung: Monatlich, um eine Ansammlung organischer Stoffe zu vermeiden.
  7. Biologische Kombination: Otocinclus + Nerit-Schnecken + Amano-Garnelen – das ist die perfekte Dreierkombination.

Für Meerwasser (Riff)

  1. RO/DI-Wasser: Obligatorisch. 0 TDS am Einlass.
  2. Optimierter Abschäumer: „Feuchten“ (dunkelbraunen) Schaum regelmäßig entfernen.
  3. Unterschlupf mit Chaeto: Chaetomorpha in einem 18–24 Stunden beleuchteten Unterschlupf (umgekehrter Zyklus zum Display), um Nährstoffe abzuleiten.
  4. Nährstoffwerte im Normbereich: NO₃ 1–10 ppm, PO₄ 0,02–0,10 ppm. Weder zu hoch noch zu niedrig.
  5. Durchströmung im gesamten Volumen: Keine toten Zonen. Powerheads auch am Boden des Sumpfes.
  6. Cleanup Crew (CUC): Mischung aus pflanzenfressenden Tieren: Doktorfische, Schnecken, Einsiedlerkrebse, Seeigel.
  7. ICP: Regelmäßige Untersuchung zur Feststellung von Ungleichgewichten bei Spurenelementen.
  8. Quarantäne: Alle neuen Materialien durchlaufen eine Quarantänezeit von 4 bis 6 Wochen.

Allgemeine goldene Regel

Finde die Ursache heraus, bevor du die Symptome behandelst. Algen sind Anzeichen, nicht das eigentliche Problem. Wenn du die Algen entfernst, ohne die eigentliche Ursache zu beheben, kommen sie wieder.


Abschnitt 17 – Algen im Aquarium | Tankily Wiki


Übersichtstabelle zur schnellen Identifizierung

FarbeTexturWasserMögliche Alge
Staubiges BraunDas lässt sich leicht erkennenSüß/MarinaKieselalgen
Feines, staubiges GrünEs lässt sich in Bögen ablösenSüßGDA (Grüner Staub)
Dunkelgrün, kreisförmige FleckenHart, fest anhaftendSüßGSA (Green Spot)
Hellgrün, sanfte SträhnenLässt sich leicht aufrollenSüß/MarinaGHA (Haaralgen)
Schwarz/dunkelgrau, SträhnenSehr dicht anliegend, BartSüßBBA (Black Beard)
Hellgrau, Y-förmig verzweigtSteif, zerbrechlichSüßStaghorn
Blau-grün/rot, MantelGeleeartig, starker GeruchSüß/MarinaCyanobakterien
Trübes, grünes WasserNicht sichtbar (in der Schwebe)SüßGrünes Wasser
Smaragdgrün, federartigWeich, klebrigMarinaBryopsis
Goldbraun mit BläschenSchleimig, mit BlähungenMarinaDinoflagellaten
Leuchtend grün, KugelnHart, glatte BlaseMarinaWallonien
Rosa/lila, harte KrusteInkrustierend, kalkhaltigMarinaCCA (wünschenswert)

Häufige Arten