
Gha
Grünhaar-Alge / Fadenalge (GHA – Green Hair Algae)
Wissenschaftlicher Name: Cladophora sp., Spirogyra sp., Pithophora sp., Rhizoclonium sp. Taxonomische Gruppe: Chlorophyta Wasser: Süß- und Meerwasser Farbe: Hellgrün bis mittelgrün Textur: Fadenförmig, fühlt sich weich an, lässt sich mit den Fingern abreißen
Aussehen: Büschel oder Teppiche aus grünen Fäden, die zwischen 1 cm und 10 cm lang sein können. Wächst an Dekorationen, Substraten, Seitenscheiben, Wurzeln von Schwimmpflanzen und Blättern. Cladophora bildet dichte, kompakte Massen. Spirogyra ist weicher und glänzender. Pithophora ist dicker und schwammartiger.
Wo tritt es auf?: Dekoration, Substrat, Seitenscheibe, Pflanzen mit freiliegenden Wurzeln (schwimmende Pflanzen), Blätter von langsam wachsenden Pflanzen.
Ist sie gefährlich?: Sie kann kleine Pflanzen ersticken, indem sie diese bedeckt. Fischlarven können darin gefangen werden. In großen Mengen senkt sie nachts den Sauerstoffgehalt.
Zugehörige Parameter:
- NH₄⁺/NH₃: Das Vorhandensein ist ein fast sicheres Anzeichen für deren Herkunft
- NO₃: Bei einem Überschuss von > 30 ppm wird sie versorgt
- PO₄: Bei einem Überschuss von > 1 ppm wird die Pflanze damit versorgt
- CO₂: Ein niedriger CO₂-Gehalt wirkt sich äußerst positiv aus (die Pflanzen konkurrieren nicht miteinander)
- Licht: Zu viele Stunden oder zu hohe Intensität
Hauptursachen:
- Ammonium vorhanden (neues Aquarium, biologische Überlastung, Überfütterung)
- Sehr hohe Nitrat- oder Phosphatwerte
- Unzureichende oder schwankende CO₂-Versorgung im bepflanzten Aquarium
- Zu viele Sonnenstunden (> 10 h)
- Aquarium ohne Pflanzen oder mit wenigen Pflanzen, die um Platz konkurrieren
So entfernen Sie sie:
- Anleitung: Die Strähnen um eine Zahnbürste oder einen Stab wickeln und durch Drehen abziehen. Wasserwechsel, um den Nährstoffgehalt zu senken.
- Biologisch:
- Amano-Garnelen (Caridina multidentata) – die besten, insbesondere für Spirogyra
- Otocinclus – sie kratzen die feinen Fäden ab
- Fliegenfische (Molly, Guppy) – ernähren sich von feinen Fäden
- *Ancistrus – kaut an Haarbüscheln
- Siamesischer Algenfresser (Crossocheilus oblongus) – nützlich für widerstandsfähige Sorten
- CO₂-Einstellung: In bepflanzten Aquarien ist die Stabilisierung des CO₂-Gehalts auf 20–30 ppm die wirksamste Maßnahme.
- Licht reduzieren: Auf 6–8 Stunden verkürzen, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
- Chemiker:
- Wasserstoffperoxid (H₂O₂ 3 %): 1–2 ml/100 l, Filter 30 Minuten ausschalten, direkt mit einer Spritze auftragen. Wirksam, erfordert jedoch Vorsicht. Nicht bei Garnelen anwenden.
- Easy Carbo / Excel (Glutaraldehyd): Direkte Schockdosierung auf die Algen mit einer Spritze, Filter ausgeschaltet. Sehr wirksam.
- Eisencitrat (Fe-EDTA): In hohen Dosen kann es das Wachstum einiger Arten hemmen.
Vorbeugung: Stabiler CO₂-Gehalt, angemessene Fischbesatzdichte, keine Überfütterung, schnell wachsende Konkurrentenpflanzen (Rotala, Hornkraut, Egeria), 6–8 Stunden Beleuchtung.