
Bba
Schwarzbartalge / Schwarzpinselalge (BBA – Black Beard Algae / Black Brush Algae)
Wissenschaftlicher Name: Audouinella sp. (früher Rhodochorton), Compsopogon sp. Taxonomische Gruppe: Rhodophyta (Rotalgen) Wasser: Hauptsächlich Süßwasser Farbe: Schwarz, Dunkelgrau, Dunkelgrün, manchmal rötlich oder violett Textur: Weich, wie ein Pinsel oder ein Bartsträhne, sehr griffig
Aussehen: Büschel oder Strähnen aus 0,5 bis 3 cm langen Fäden, schwarz oder sehr dunkelgrau. Haften extrem fest am Substrat – lassen sich nur sehr schwer entfernen, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Kommt vor allem an Blatträndern, Dekorationen und am Filtereinlass vor. Eines der von Aquarianern am meisten gefürchteten Algenarten.
Wo kommt es vor?: An den Blatträndern (insbesondere bei Anubias und Echinodorus), am Filterauslass, an Holz- und Steindekorationen sowie an der Scheibe in Strömungsbereichen.
Ist sie gefährlich?: Sie ist nicht direkt giftig, bedeckt jedoch die Blätter und erstickt sie. Sobald sie sich einmal etabliert hat, lässt sie sich nur sehr schwer beseitigen. Sie mindert den ästhetischen Wert des Aquariums erheblich.
Zugehörige Parameter:
- Unregelmäßige CO₂-Zufuhr: Dies ist die am häufigsten dokumentierte Ursache in Pflanzenaquarien. Schwankungen im CO₂-Gehalt (plötzliches Ein- und Ausschalten) belasten die Pflanzen und begünstigen das BBA.
- NH₄⁺: Das Vorhandensein von Ammonium ist ein auslösender Faktor
- PO₄: Hohe Werte können dazu beitragen,
- Strömung: Bevorzugt Bereiche mit mäßiger bis starker Strömung (Filterauslass, Pumpen)
Hauptursachen:
- Schwankender CO₂-Gehalt – der wichtigste Faktor bei Aquarienpflanzen. Durch CO₂ bedingte pH-Schwankungen begünstigen den Befall mit BBA.
- Ammoniumrückstände (Überfütterung, nicht entfernte tote Fische, verschmutzter Filter)
- Erhöhte Phosphatwerte (> 2 ppm)
- Reifes Aquarium mit unausgewogener Ernährung
- Einfuhr neuer, nicht unter Quarantäne gestellter Pflanzen
So entfernen Sie sie:
- Anleitung: Nahezu unmöglich, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Bei hartem Dekor kann man es mit einer harten Bürste versuchen.
- Biologisch:
- Echter Siamesischer Algenfresser (Crossocheilus oblongus, NICHT der falsche Siamesische Algenfresser) – der einzige Fisch, der BBA wirksam frisst
- Amano-Garnelen – sie fressen tote oder geschwächte BBA, keine lebenden
- Florida-Flaggenfisch (Jordanella floridae) – frisst BBA in Kaltwasser-Aquarien
- CO₂-Behandlung: Stabilisieren Sie den CO₂-Gehalt mit einem Timer und einem hochwertigen Diffusor. Der BBA verschwindet oft von selbst, sobald sich der CO₂-Gehalt stabilisiert hat.
- Chemische Mittel (die wirksamsten):
- Glutaraldehyd (Easy Carbo/Excel): Mit einer Spritze direkt auf die Algen auftragen, Filter 20–30 Minuten ausschalten. Die BBA färbt sich beim Absterben rosa/rot (die Rhodophyten zeigen ihr eigentliches Pigment). Den Vorgang 2–3 Tage lang wiederholen. Anschließend fressen die Amano-Garnelen die Algen.
- Wasserstoffperoxid (H₂O₂ 3 %): 5 ml/100 l bei ausgeschaltetem Filter oder durch direkte Anwendung. Abgetötete BBA färben sich rot/weiß.
- Natriumhydrogencarbonat-Lösung: Nehmen Sie das betroffene Dekorationselement aus dem Wasser und tauchen Sie es außerhalb des Aquariums 3–5 Minuten lang in eine 3-prozentige H₂O₂-Lösung ein. Sehr wirksam bei herausnehmbaren Dekorationselementen.
- Vorbeugende Quarantäne: Neue Pflanzen vor dem Einsetzen in eine Kaliumpermanganatlösung (1 g/10 l, 10 Min.) eintauchen.
Vorbeugung: Kontinuierliche und stabile CO₂-Zufuhr (kein plötzliches Ein- und Ausschalten), keine Überdüngung, SAE im Aquarium, Quarantäne für neue Pflanzen.