
Garnelen
Biologie von Aquariengarnelen
Lebenszyklus
- Eier: Das Weibchen trägt die Eier 3–5 Wochen lang unter dem Hinterleib (zwischen den Pleopodien).
- Larven: Sie schlüpfen als winzige Nachbildungen der ausgewachsenen Tiere (es gibt keine pelagische Larvenphase wie bei Zuchtgarnelen aus Meeresgewässern).
- Jungfische: Sie wachsen innerhalb von 6–10 Wochen zu ausgewachsenen Fischen heran
- Erwachsene: 1–2 Lebensjahre bei Neocaridina; sie können sich ihr ganzes Leben lang fortpflanzen
Die Häutung (Ecdysis)
Garnelen haben ein Exoskelett aus Chitin, das nicht mitwächst → sie müssen es abstreifen, um zu wachsen.
Vorgehensweise:
- Sie hören 1–2 Tage vorher auf zu essen
- Sie scheiden Enzyme aus, die die innere Schicht auflösen
- Sie verstecken sich und ziehen den Körper von hinten heraus.
- Neue weiche Hautschicht → sehr empfindlich für 12–24 Stunden
- Wasserhärtung mit Ca
Probleme beim Mauser:
- Fehlgeschlagene Häutung / Festsitzende Häutung: Die Garnele kann sich nicht vollständig schälen → stirbt
- Ursachen: Niedriger GH-Wert, niedriger Ca-Wert, instabiler KH-Wert, Schadstoffe im Wasser (Kupfer)
- Das Hormon Crustecdisone steuert den Zyklus; Kupfer beeinflusst ihn.
Geschlechtsdifferenzierung
- Weibchen: größer, abgerundeter Hinterleib (zum Tragen der Eier), in der Regel kräftigere Färbung
- Männchen: kleiner, gerader Hinterleib, kürzerer Schwanz
- Ausgewachsenes Weibchen: Man erkennt den „Sattel“ (Fleck auf dem Rücken, an dem sich die Eier vor der Befruchtung bilden)