
Korallen
Biologie der Korallen
Was sind Korallen?
Korallen sind Tiere (Cnidaria, Klasse Anthozoa), die in Symbiose mit photosynthetischen Algen leben, die als Zooxanthellen (Symbiodinium sp.) bezeichnet werden. Die Zooxanthellen:
- Sie leben im Gewebe der Korallen
- Sie betreiben Photosynthese → liefern bis zu 90 % der Energie der Koralle
- Sie verleihen der Koralle ihre Farbe
Die Korallenbleiche
Wenn die Koralle unter Stress steht (hohe Temperatur, intensives Licht, Umweltverschmutzung), stößt sie die Zooxanthellen aus → verliert ihre Farbe → keine photosynthetische Energie mehr → kann absterben.
Korallenarten nach ihren Anforderungen
SPS (Small Polyp Stony) – Hartkorallen mit kleinen Polypen
- Beispiele: Acropora, Montipora, Pocillopora, Stylophora
- Helles Licht, hoher Strom
- Sehr empfindlich gegenüber bestimmten Parametern (NO₃ < 5, PO₄ < 0,05)
- Für fortgeschrittene Aquarianer
LPS (Large Polyp Stony) – Hartkorallen mit großen Polypen
- Beispiele: Favia, Acanthastrea, Hammer, Blastomussa, Goniopora, Trachyphyllia
- Mäßige Licht- und Strombelastung
- Toleranter gegenüber Schwankungen
- Gut geeignet für den Einstieg in das Korallen-Hobby
Weichkorallen (Soft Corals)
- Beispiele: Zoanthus, Palythoa, Sarcophyton, Xenia, Clavularia
- Sehr widerstandsfähig, ohne Kalkskelett
- Sie erfordern keine so strenge Ca/Alk-Dosierung
- Ideal für den Einstieg in den Segelsport
Verkalkung
SPS- und LPS-Korallen bilden ein Skelett aus Aragonit (CaCO₃). Sie benötigen:
- Kalzium: 380–450 ppm
- Alkalität: 8–12 dKH
- Magnesium: 1200–1400 ppm (wichtig, damit Ca und KH nicht ausfallen)