Filtration
Ein gut gefilterter Teich muss eine viel höhere biologische Belastung bewältigen als ein Zimmeraquarium. Koi produzieren pro Kilogramm Körpergewicht 10- bis 15-mal mehr Ausscheidungen als tropische Fische.
Filtertypen für Teiche
Biologischer Kammerfilter (Teichfilter)
Die gängigste Variante für mittelgroße Teiche. Das Wasser fließt durch Kammern mit Filtermedien:
- Absetzkammer: Hält große Partikel zurück
- Biologiekammer: Poröse Trägermaterialien (Bio-Balls, K1, Lava) mit nitrifizierenden Bakterien
- Polierkammer: Feine Schwämme für klares Wasser
Wirbelfilter (Vortex Settler)
Für professionelle Koi-Teiche. Das Wasser wird umgewälzt, und Feststoffe setzen sich am konischen Boden ab, um anschließend entfernt zu werden. Sehr effizient als Vorfilter vor dem Biofilter.
Trommelfilter (Drum filter / Automatic drum)
Hochwertig. Rotierendes Sieb mit einer Maschenweite von 60–100 µm, das Feststoffe automatisch durch Rückspülung mit Wasser entfernt. Am effizientesten für Koi. Selbstreinigend.
Biologischer Rückzugsort mit Pflanzen
Teiche mit dichter Vegetation und vielen Felsen benötigen unter Umständen keinen herkömmlichen mechanischen Filter (Methode des „natürlichen Schwimmteichs“). Dies ist nur bei geringer Fischbesatzdichte möglich.
Filterkapazität
Bei Koi sollte das gesamte Teichvolumen mindestens 1–2 Mal pro Stunde durchgespült werden. Ein Teich mit einem Fassungsvermögen von 5.000 l benötigt eine Pumpe mit einer Förderleistung von 5.000–10.000 l/h.
UV-Anlage im Becken
Ein UV-Sterilisator im Filterkreislauf:
- Beseitigt Grünalgen (schwebendes Phytoplankton)
- Reduziert Krankheitserreger im Wasser
- Es tötet die Parasiten in Fischen NICHT ab (nur die frei lebenden)
- Dimensionierung: 1 W UV pro 1.000–2.000 l Wasser