Das „Mittelmeer“ der Cichliden. Sehr hartes und alkalisches Wasser mit Felsen und farbenprächtigen Riff-Cichliden.
Beschreibung des Lebensraums
Der Malawisee ist einer der ältesten und tiefsten Seen der Welt. Sein Wasser ist kristallklar, alkalisch und sehr hart – der pH-Wert liegt bei etwa 8,5. Die Küste wird von Felsvorsprüngen (Lebensraum der Mbunas) und sandigen Bereichen (Lebensraum der Haplochromis und Aulonocara) geprägt. Es gibt zwar keine Korallen, doch die farbenprächtigen Cichliden stehen den Meeresfischen an Spektakularität in nichts nach.
Parameter
| Parameter | Natürlicher Wert |
|---|
| pH-Wert | 7.8 – 8.5 |
| GH | 12 – 20 °dGH |
| KH | 8 – 15 °dKH |
| Temperatur | 24 – 28°C |
| TDS | 200 – 250 ppm |
| Härte | sehr hart |
Bereiche des Sees und ihre Bewohner
Mbuna-Gebiet (Felsküsten)
| Art | Merkmale |
|---|
| Maylandia zebra (Zebra) | Zahlreiche Farbvarianten; streng pflanzenfressend |
| Pseudotropheus demasoni | Sehr aggressiv; blau mit schwarzen Streifen |
| Labidochromis caeruleus (gelb) | Leuchtend gelb; widerstandsfähiger |
| Melanochromis auratus | Gegensätzliche Geschlechtsfarben: Weibchen gelb, Männchen schwarz |
| Pseudotropheus acei | Blau mit gelber Rücken- und Schwanzflosse; friedlicher |
| Cynotilapia afra | Blau mit schwarzen Streifen; gepunkteter Schwanz |
Sandbereich (Aulonocara / Peacock)
| Art | Merkmale |
|---|
| Aulonocara stuartgranti | „Peacock“ – Männchen mit schillernden Farben |
| Aulonocara nyassae | Kobaltblau |
| Aulonocara jacobfreibergi | Orange/rot an den Flossen |
| Nimbochromis livingstonii | Raubtier, das sich tot stellt |
Pelagische Zone (Haplochromis)
| Art | Merkmale |
|---|
| Copadichromis borleyi | Rot-Blau; Fischschwarm im mittleren Bereich |
| Protomelas taeniolatus | Mehrere Morphen pro See |
| Fossochromis rostratus | Langes Maul; siebt Sand |
Authentische Einrichtung
- Substrat: Feiner weiß-beiger Sand (karbonatfreier Quarzsand)
- Felsen: In großer Zahl aufgeschichtet, bilden sie Felsenriffe – Schieferplatten, Granit oder Seesteine (Malawi-Steine). Kein Holz.
- Ohne Pflanzen: Der größte Teil des Sees ist pflanzenfrei (mit Ausnahme von Vallisneria in flachen Bereichen)
- Aufbau: Viele Höhlen, Spalten und Gänge, in denen sich die Weibchen verstecken können
Siedlungsstrategie
- Bewusste Überbesatzung: 1 Cichlide pro 10 Liter, um die Aggressivität zu verteilen
- Verhältnis im Harem: 1 Männchen : 3–5 Weibchen pro Art
- Alle auf einmal oder in kleinen Gruppen einsetzen: Niemals ein einzelnes Männchen in ein bestehendes System
Häufige Fehler
- Mbunas mit Weichwasserfischen zusammenhalten (sie vertragen sich nicht)
- Nur wenige Felsen – das territoriale Männchen vertreibt alle anderen, da es nicht genügend Gebiete gibt
- Pflanzenfressenden Mbunas eine proteinreiche Ernährung zu geben (führt zu „Bloat“ – einer tödlichen Blähung)
- Unzureichende Filterung – diese Fische produzieren viel Abfall