
Kaltwasseraquarium für Goldfische
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Allgemeiner Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆ Einrichtungskosten: gering – mittel Empfohlene Mindestgröße: 80 l pro Fisch (Rundkörper-Goldfisch), 120 l pro Fisch (Comet, Shubunkin) Für wen geeignet: Anfänger – Fortgeschrittene (einfach zu pflegen, benötigt jedoch Platz und eine leistungsstarke Filteranlage)
Beschreibung
Kaltwasserfische, vor allem Goldfische (Carassius auratus) und Koi (Cyprinus rubrofuscus), werden weltweit am häufigsten gehalten. Sie sind widerstandsfähig, produzieren jedoch große Mengen an Abfall: Sie benötigen große Aquarien und eine sehr leistungsstarke Filteranlage. Sie sind mit tropischen Fischen nicht verträglich.
Wasserparameter
| Parameter | Bereich |
|---|---|
| Temperatur | 10 – 22 °C (ohne Heizung in gemäßigtem Klima) |
| pH-Wert | 7.0 – 8.0 |
| GH | 8 – 20 °dGH |
| KH | 5 – 12 °dKH |
| NH3 | 0 ppm |
| NO3 | < 40 ppm |
Goldfischarten und ihre Bedürfnisse
| Typ | Hauptteil | Mini-Aquarium | Temperatur |
|---|---|---|---|
| Cometail / Allgemein | Länglich, schnell | 120 l/Stück | 10-20°C |
| Shubunkin | Länglich, gesprenkelt | 120 l/Stück | 10-20°C |
| Fantail / Ryukin | Gerundet | 80 l/Stück | 15-22°C |
| Oranda / Ranchu / Löwenkopf | Sehr rund | 80 l/Stück | 16-22°C |
| Teleskopauge (Black Moor) | hervorstehende Augen | 80 l/Stück | 16-22°C |
Goldene Regel: Die rundlichen Goldfische (Fancy Goldfish) sind langsame und ungeschickte Schwimmer. Man sollte sie NICHT mit langgestreckten Goldfischen zusammenhalten (die schnell schwimmen und ihnen das gesamte Futter wegfressen würden).
Erforderliche Ausrüstung
| Ausrüstung | Technische Daten |
|---|---|
| Filter | Leistungsstark im Außen- oder Innenbereich; 8-10-fache Luftleistung pro Stunde |
| Beleuchtung | Grundbeleuchtung mit LEDs; 8–10 Stunden pro Tag |
| Thermometer | Unabhängige Digitalmedien |
| Substrat | Grobes Kies oder grober Sand (Goldfische graben) |
| Dekoration | Felsen, Wurzeln; widerstandsfähige oder künstliche Pflanzen |
Hinweis zur Filterung: Goldfische produzieren 3- bis 5-mal mehr Ausscheidungen als gleich große Tropenfische. Ohne ausreichende Filterung → Ammoniakspitzen → Tod.
Pflanzen im Goldfischaquarium
Schwierig: Goldfische fressen fast alle Pflanzen. Robuste Optionen:
- Anubias (harte Blätter, werden normalerweise nicht gefressen)
- Vallisneria (wächst genauso schnell, wie sie gefressen wird)
- Javamoos (wird gefressen, dient jedoch nur als Ergänzung zur Ernährung)
- Alternative: gut gemachte Kunststoffpflanzen
Häufige Algen – welche es gibt, warum sie auftreten und wie man sie beseitigt
Braunalgen / Kieselalgen
Verhalten: Genau wie in anderen Aquarien: Es tritt in den ersten Monaten auf. Die Goldfische selbst fressen es mit einiger Begeisterung vom Glas und von den Dekorationsgegenständen ab. Lösung: Abwarten. Die Goldfische selbst haben die Situation teilweise unter Kontrolle.
Grünalge (GHA)
Verhalten: Aufgrund der hohen Nährstoffbelastung durch den Goldfisch kann sich GHA schnell vermehren, insbesondere bei Lichteinfall. Lösung:
- Die Photoperiode verkürzen (maximal 8 Stunden)
- Nerit-Schnecken (für die Scheibe; der Goldfisch kann sie nicht so leicht fressen)
- Häufigere Wasserwechsel zur Senkung des NO₃-Gehalts
- Direkte Sonneneinstrahlung auf das Aquarium vermeiden
Grünalgenblüte (Bloom)
Vorkommen: Tritt sehr häufig in Freiland-Goldfischbecken (Teichen) und in Aquarien mit direkter Sonneneinstrahlung auf. Das Wasser färbt sich durch einzellige Algen grün. Interessante Anmerkung: In Teichen im Freien ist das „grüne Wasser“ für Fische harmlos (Goldfische fressen es als Nahrungsergänzung). In Aquarien im Haus ist es jedoch unerwünscht. Lösung:
- UV-Sterilisator (die beste Methode)
- Das Aquarium vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
- Wasserwechsel + schwimmende Pflanzen, die um Nährstoffe konkurrieren
Cyanobakterien
Verhalten: Kommen aufgrund des hohen Nitratgehalts und der hohen organischen Belastung häufig vor. Niedrigere Wassertemperaturen verlangsamen ihr Wachstum, verhindern es jedoch nicht. Lösung: Bessere Filterung, gründliche Absaugung des Bodens, Verbesserung der Wasserzirkulation.
Die häufigsten Fehler
- Zu kleines Aquarium (der häufigste Fehler): Ziergoldfische benötigen mindestens 80 Liter PRO FISCH
- Goldfische mit tropischen Fischen zusammenhalten (temperaturunverträglich)
- Unzureichende Filterleistung für die organische Belastung durch den Goldfisch
- Überfüttern (das sind gefräßige Fresser, die scheinbar immer Hunger haben)
- Sehr weiches oder saures Wasser verwenden (sie bevorzugen hartes und alkalisches Wasser)
Wichtige Tipps
- Mehr Platz ist immer besser: Je mehr Liter pro Fisch, desto gesünder ist er
- Die Filterung ist hier wichtiger als in jeder anderen Art von Süßwasseraquarium
- Goldfische mit rundlichem Körper (Fancy) sind empfindlicher als solche mit länglichem Körper
- Es ist besser, mehrmals täglich kleine Mengen zu füttern als eine große Menge auf einmal.
- In den ersten Monaten wöchentlich den Ammoniak- und Nitritgehalt überprüfen